Mit der longitudinal angelegten Fallstudie liegt eine qualitative empirische Studie zu einer literalen Praxis des Schreibunterrichts vor, in der das Schreiben eigener, subjektiv bedeutsamer Texte mit dem gemeinsamen Gespräch über diese „literalen Artefakte“ verbunden wird. Anhand von Textprodukten, leitfadengestützten Interviews mit der Schülerin Ida zu diesen Texten und Beiträgen aus Textgesprächen werden Entwicklungen zur Fähigkeit, adressatenbezogen Texte zu verfassen, über einen Zeitraum von vier Jahren untersucht. Die Ergebnisse dieser Fallstudie sind deshalb so wichtig für die Praxis des Schriftspracherwerbs und seine Erforschung, weil sie dazu herausfordern, die sozialen und kulturellen Dimensionen von Lese- und Schreibaktivitäten im Unterricht von Anfang an stärker zu berücksichtigen und ihre identitätsbildenden Potenziale als Beitrag zu Partizipation innerhalb und ausserhalb von Schule zu betrachten.
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https://doi.org/10.58098/lffl/2021/2/733