Wie angesichts einer sich global und transkulturell herausbildenden literalen Kultur die Produktion und Rezeption literarischer Texte neue Akzente setzt, ist für eine Literaturdidaktik zentral, die den Umgang mit dem Fremden durch mehrsprachige und multimodale Textangebote und ein kritisches Lesen fördern will. Im folgenden Beitrag werden Grundlagen eines sprachaufmerksamen und dominanzkritischen Lesens von Literatur herausgearbeitet. Im Mittelpunkt steht das Ziel, mit Hilfe von Literatur kollektive Zuschreibungsprozesse (Othering) zu durchschauen, essentialistische Konzepte von Identität, Sprache und Kultur kritisch in den Blick zu nehmen und für sprachliche Ungleichheitsverhältnisse zu sensibilisieren. Der Fokus auf literarischer Mehrsprachigkeit erlaubt darüber hinaus, der Instrumentalisierung der Literatur für Sprachlernzwecke entgegenzuwirken und SchülerInnen einen ästhetischen Zugang zu und eine intensive sprachliche Auseinandersetzung mit mehrsprachigen Texten zu ermöglichen.
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https://doi.org/10.58098/lffl/2018/2/625