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Systematische Leseförderung bei leseschwachen Schüler:innen

Antworten und offene Fragen nach 18 Monaten empirischer Begleitforschung zum Projekt «Lies mit»

aus der Nr. 2025 | 2 zum Thema «Digitale (Il)literalität»

Juliane Dube, Günther Gediga

Sechs Hamburger Grundschulen in sozial herausfordernder Lage führten 2015 ein fest im Stundenplan verankertes Leseband ein, um mit empirisch überprüften Lautleseverfahren das Lesen der Schüler:innen zu fördern. Der Erfolg des Projekts inspirierte andere Standorte zum Transfer der Projektidee. 
Der Beitrag stellt das Projekt «Lies mit» vor, das von Juni 2022 bis Dezember 2023 durch die Reinhard Mohn Stiftung in der Bildungsregion Gütersloh umgesetzt wurde und die Idee der systematischen Leseförderung um ein formatives Assessment und eine umfassende Fortbildung für Lehrkräfte in den Klassen 1-4 erweiterte. Nach 18 Monaten zeigten quantitative Ergebnisse signifikante Verbesserungen der Lesefähigkeiten, unabhängig von Geschlecht, Migrationshintergrund, Leistungsstand und Jahrgangsstufe. Allerdings zeigten Detailanalysen unterschiedliche Fördereffekte, abhängig von Rahmenbedingungen und Unterrichtsqualität. Auch blieb, trotz Kompetenzzuwächsen, der Rückgang der Lesemotivation über die Grundschulzeit bestehen. Abschliessend werden demzufolge Fragen zur Unterrichtsqualität aufgeworfen, die durch die bisherige Datenlage noch unbeantwortet bleiben.

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https://doi.org/10.58098/lffl/2025/2/879
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