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Literalität 3.0 – «AI Literacy» und «Linguistic User Awareness» für eine zukunftsfähige Bildung

aus der Nr. 2023 | 3 zum Thema «Literalität und Künstliche Intelligenz»

Netaya Lotze

Die Digitale Revolution war nur der Auftakt zur Revolution der Künstlichen Intelligenz (KI). Derzeit halten KIs rasant Einzug in alle unsere Lebensbereiche. In Schule und Universität besteht aber noch ein enormes Desiderat nach einem Unterricht, der adäquat auf die veränderten Anforderungen an Kompetenzen im Zeitalter von KI vorbereitet. Der Artikel führt in die Forschungsliteratur zu einer neu-en Form der Literalität, nämlich KI-Literalität («AI-Literacy»), ein, die sich bislang vor allem auf die Zu-sammenstellung und Diskussion von relevanten Themen-Curricula konzentriert und erste Kurs-Entwürfe evaluiert. Daher setze ich den umfangreichen Themenkatalogen von u. a. Long & Magerko (2020) zu KI-Literalität die abstrakteren und dadurch wesentlich flexibleren Kategorien der Digitalen Literalität (per se) als komplexe, soziale Praktiken nach Knopf et al. (2020) entgegen und schlage pas-sende KI-Kompetenzen vor, die sich in Analogie zu Knopf et al. ebenfalls in 5 Dimensionen darstellen lassen. Aus meiner (psycho-)linguistischen Grundlagenforschung leite ich ein weiteres besonders prominentes Desiderat nach einer zusätzlichen KI-Kompetenz ab, die bislang von der Forschungslitera-tur nicht als separate Kompetenz herausgearbeitet wurde: die «Linguistische User:innen-Bewusstheit» oder «Linguistic User Awareness», die ich als neue Form der Sprachbewusstheit und reflexive KI-Kompetenz beschreibe. Wie «Linguistic User Awareness» im Unterricht eingeübt werden kann, wird abschliessend in Form von offenen Vorschlägen thematisiert.

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https://doi.org/10.58098/lffl/2023/3/802
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