Welche Formen der Literalität können im mehrsprachigen Kontext Westafrikas entwickelt werden? Hier wird gezeigt, welchen Beitrag die Arbeit mit einem traditionellen Märchen zur Entwicklung der Literalität in einer dritten Primarklasse (CE1) in Burkina Faso leistet. Erste Ergebnisse zeigen, dass die generische und textuelle Ebene des Märchens bei der Arbeit mit dem Text zentral sind. Verstärkt werden diese Aspekte zudem durch den zweisprachigen Ansatz des Lesens und Erzählens des Märchens, das für diese Klasse und dank der Vermittlung durch die Lehrperson eine «Identitätsgeschichte» geworden ist (Cummins & Early, 2011). Unsere Beobachtungen, die sich auf eine Sequenz beziehen, die während einer Lesestunde gefilmt und nach der GRAFE-Methodik analysiert wurde, illustrieren die konzeptuelle Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit nach Rispail (2011) und stehen einer monolingualen Sicht von Literalität entgegen.
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https://doi.org/10.58098/lffl/2018/2/635