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Wo die Diktatur beginnt, liegt die Kultur im Sterben – Eine Kindheit zwischen dem Krieg und dem bewaffneten Frieden

aus der Nr. 2018 | 2 zum Thema «Literalität im Kontext von Flucht und Fremdsein»

Usama Al Shahmani

Dass Kinder auf ihrem Schulweg rennen ist normal. Sie freuen sich auf die Schule oder darauf, wieder Zuhause anzukommen. Sie freuen sich auf die Freunde oder die Familie und auf das gemeinsame Spielen und Lernen. Auch ich bin gerannt auf meinem Schulweg, jedoch vor Angst. Es war ein Weg durch den Krieg – ein ganz normaler Schulweg im Irak. Die Grausamkeit dieses Krieges hat mich geprägt, doch die Literatur gab mir Kraft. Diese Kraftquelle musste ich jedoch erst finden, denn meine Kindheit erlebte ich ohne Bücher. Gebildete und intellektuelle Menschen waren für das Regime eine Provokation. Bücher waren gefährliche Luxusgüter, und wer die Diktatur überleben wollte, durfte sich nicht von der Masse unterscheiden. In diesem Beitrag berichte ich von meinen Kindheitserfahrungen im Irak – von gefährlichen Schulwegen und einem Kinderleben ohne Bücher.

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https://doi.org/10.58098/lffl/2018/2/630
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