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Genese von Kausalitätsbeziehungen in Erzählungen im Kontext von Bilderbuch­gesprächen zwischen Müttern und Kindern

aus der Nr. 2015 | 3 zum Thema «Literalität im Schnittfeld von Familie, Frühbereich und Schule»

Claudia Sánchez, Hélène Makdissi

Für die frühe Förderung der Strukturier­ungsfähigkeiten beim Erzählen braucht es Kenntnisse über die Entstehung und Ausdifferenzierung von Kausalitäts­beziehungen, die dem Verständnis von erzählenden Texten zugrunde liegen. Ziel dieser Fallstudie ist es, die Genese der Fähigkeit, Kausalbeziehungen auszu­drücken, bei einem Jungen zwischen 1;11 und 3;4 Jahren nachzu­zeichnen. Die Auswertungsergebnisse von vier Bilderbuchgesprächen zwischen Mutter und Kind weisen darauf hin, dass der Junge bereits mit 1;11 Jahren Kausalitätsbeziehungen zum Ausdruck bringt, die zur Konstruktion makro­struktureller Elemente der Erzählung beitragen. Diese ersten beobachteten Beziehungen stellen eine Vorform von Kausalität dar, bei welcher Ursache und Folge noch gleichzeitig ausgedrückt werden. Sie scheint dem Auftreten von erklärend/retrospektiven und prospektiven kausalen Äusserungen vorauszugehen.

Im Verlauf der Vorlese­gespräche werden die Kausalitätsbe­ziehungen vielfältiger und komplexer, wobei sich zwei Tendenzen zeigen: von simultanen zu stärker prospektiven Äusserungen sowie von oberflächlichen zu tiefenstrukturell relevanten Äusserungen.

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https://doi.org/10.58098/lffl/2015/3/546
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