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Zum Phänomen des Lesegruppenbooms in Grossbritannien


Lesezirkel auf den Münchner Isarwiesen                 Foto: © epd-bild / Hanna Spengler

Abstract | von Julia Lajta-Novak und Jakob Lajta
Lesegruppen erlebten Ende des 20. Jahrhunderts einen enormen Aufschwung in Grossbritannien. Gründe dafür sind einerseits der seit jeher hohe Stellenwert von Literatur allgemein im öffentlichen und privaten Leben der britischen Bevölkerung, andererseits wurden von der Politik gezielt Rahmenbedingungen und Fördermassnahmen geschaffen, die den Boom vorantrieben. Zu Grunde liegendes politisches Konzept ist das «reader development», eine Art der Literaturförderung, die direkt den LeserInnen zu Gute kommt.
Seitens der Bibliotheken, Verlage und Buchhandlungen wurde rasch erkannt, dass Lesegruppen grosses wirtschaftliches Potential bergen. Nicht zuletzt wurde der Boom auch noch durch die Massenmedien Fernsehen, Radio und Presse verstärkt, die sowohl selbst Lesegruppen gründeten und darüber berichteten als auch mit speziellen Formaten bereits vorhandene Lesegruppen bei der Lektüreauswahl unterstützten und mit interessanten Hintergrundinformationen und anderen Bonussen versorgten.

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