Leben und lesen in mehr als einer Sprache?

Befunde, Probleme und Perspektiven der Entwicklung von Biliteralität im Migrationskontext
 

Abstract von Basil Schader
Eine ausgewogene und balancierte Literalität müsste im Falle bilingual-bikulturell aufwachsender Kinder und Jugendlichen grundsätzlich die Entwicklung literaler Kompetenzen sowohl in der Erst- wie auch in der Zweitsprache betreffen. Der Beitrag untersucht am Beispiel der albanischen Migration – in der Schweiz die grösste Gruppe der neueren Migration – , wie weit und in Abhängigkeit von welchen Variablen diese biliteralen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen der zweiten und dritten Generation tatsächlich entwickelt und verfügbar sind. Von besonderem Interesse ist dabei der Einfluss des Elternhauses und jener des Besuchs des muttersprachlichen Unterrichts (in der Schweiz: HSK-Kurse). Die hinsichtlich der literalen Kompetenzen in der Erstsprache leider eher ernüchternden Befunde der empirischen Erhebung werden abschliessend mit Blick auf den (meist fehlenden) Transfer literaler Fähigkeiten aus der Zweitsprache Deutsch wie auch bezüglich schulpolitischer Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert.

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