Literales Lernen mit digitalen Medien

Foto: Digitales Learning Center, PH Zürich

Fokusartikel


Multimodale mediale Literalität: Semiologische Betrachtungen und konkrete Anwendungs-möglichkeiten

Abstract | von Nathalie Lacelle und Monique Lebrun
Bei der multimodalen medialen Literalität (MML) handelt es sich um ein aus der angelsächsischen Forschung übernommenes Konzept zu den neuen Informationstechnologien, das sich mit den Fähigkeiten zur Dekodierung, Analyse und Evaluation gedruckter und elektronischer Medien auseinandersetzt. Die digitalen, interaktiven Medien heben die Grenze zwischen LeserIn und SchreiberIn nach und nach auf.
Der Beitrag befasst sich mit dem Aufkommen der MML und mit der Bestimmung von MML-spezifischen und übergreifenden Kompetenzen. Gestützt auf zwei Forschungsarbeiten aus der Sekundarschule wird ein MML-Kompetenzraster vorgestellt und untersucht, wie gut die Schülerinnen und Schüler diese Kompetenzen beherrschen.
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Schulisch initiiertes Schreiben und Lesen auf der Internetplattform myMoment

Abstract | von Esther Wiesner und Hansjakob Schneider
In diesem Beitrag berichten wir von Analysen zum Handeln von Lehrpersonen und SchülerInnen im Zusammenhang mit der digitalen Schreib- und Leseplattform «myMoment»: Wir befassen uns mit der Frage, wie Lehrpersonen digitale, vernetzte Medien in den Sprachunterricht integrieren, und wie Mädchen und Jungen in diesem Setting das Schreiben und den Umgang mit Texten angehen. Grundlage bilden die empirischen Daten aus der vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Interventionsstudie mit dem Kurztitel «myMoment2.0». Sie zeigen, dass sich die Arbeit mit der Plattform für den Schreibunterricht bewährt. Auf der Basis dieser Daten können auch Befürchtungen zerstreut werden, dass das freie Schreiben und die unkorrigierten Texte auf der myMoment-Plattform die schriftsprachlichen Fähigkeiten der SchülerInnen negativ beeinflussen würden. Was die Unterrichtsorganisation anbelangt, wird deutlich, dass die Integration von myMoment in den Unterricht für einen Teil der Lehrpersonen eine Herausforderung darstellt.
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Weitere Artikel


Nutzung digitaler Technologien zur Schreib-förderung in Sekundarschulen der Provinz Quebec

Abstract | von Catherine Crête-D’Avignon, Olivier Dezutter unnd François Larose
Eine breit angelegte Studie in Québec befasst sich mit den Einstellungen und Nutzungsweisen von SchülerInnen und Lehrpersonen im Hinblick auf digitale Technologien im Französischunterricht sowie mit dem Einfluss dieser Technologien auf den Erwerb von Schreibfähigkeiten. Im Rahmen dieses Projekts haben die Schülerinnen und Schüler im Schreibunterricht mit unterschiedlichen, von ihren Lehrpersonen gewählten digitalen Technologien (Twitter, Blog und PowerPoint) gearbeitet. .
Nach einem Forschungsüberblick zur Integration digitaler Technologien in den Französischunterricht wird zunächst untersucht, wie die Schülerinnen und Schüler laut eigenen Angaben die digitalen Technologien ausserhalb der Schule nutzen. Danach wird gezeigt, welchen Mehrwert sie dem Einsatz bestimmter Technologien in Lern- und Prüfungssituationen für die Entwicklung ihrer Schreibfähigkeiten beimessen.
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Digitale Medien und schulische Literalität – eine Annäherung

Abstract | von Jean-Louis Dumortier
Dieser Beitrag befasst sich zunächst mit dem Ausdruck «Literalität» und seinen unterschiedlichen, sich historisch verändernden Bedeutungen. Danach geht es um die Frage nach dem Einfluss der digitalen Medien auf die schulische Literalität – dies unter Berücksichtigung der Kontextfaktoren von Französischlehrkräften in den frankophonen Industrieländern. Anschliessend wird der Begriff der «schulischen Literalität» erläutert und diskutiert, wie diese von digitalen Medien negativ und positiv beeinflusst wird.
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Aus der Praxis


Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und kollaboratives Lernen: Erarbeitung von literarischen Kommentaren mit Google Drive

Abstract | von Valery Rion
In diesem Beitrag wird eine Lernarrangement mit digitalen, interaktiven Medien vorgestellt, welches in einer ersten Klasse des kantonalen Gymnasiums Porrentruy (im erstem Jahr nach der obligatorischen Schulzeit) realisiert wurde. Die Schülerinnen und Schüler verfassten mit Hilfe von Google Drive (früher Google Documents) gemeinsam (aber räumlich voneinander getrennt) literarische Kommentare. Diese Textverarbeitungssoftware ermöglicht es, dass mehrere Personen synchron oder asynchron am gleichen Dokument arbeiten. Nach der Präsentation dieses Arrangements werden auf der Grundlage einer Befragung der Schülerinnen und Schüler seine kognitiven und motivationalen Einflüsse untersucht. Abgeschlossen wird der Beitrag mit einer Reflexion über den Einsatz digitaler Technologien im Unterricht.
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«Mobiles Lernen» und Literalität

Studierende erproben Schreibförderung mit Unterstützung von Mobilgeräten: Ergebnisse aus Projekten mit Studierenden der Primar- und Eingangsstufe an der PH Zürich


Abstract | von Simon Baumgartner und Jürg Fraefel
Ob Mobilgeräte zum Vokabeln üben oder für kollaboratives Schreiben verwendet werden: Mobile Lernszenarien tragen auf vielfältige Weise zur Förderung von Literalität bei. In zwei Unterrichtsszenarien, die von Studierenden der PH Zürich entwickelt und erprobt wurden, werden Tablets als didaktische Hilfsmittel im Unterricht vorgestellt und es wird gezeigt, welcher Nutzen sich daraus für die Schreibförderung ergeben kann.
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Mind Mapping, ein Instrument zum Visualisierung und Reflexion von Schreibprozessen beim Verfassen eines literarischen Kommentars

Abstract | von Yves Bouton
Der Artikel bilanziert ein Experiment zum Einsatz verschiedener digitaler Mind Mapping-Werkzeuge beim Verfassen literarischer Kommentare im ersten Jahr des mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums. Zunächst werden die Begriffe Schreiben, Entwurf und Artefakt geklärt und miteinander verknüpft. Vor diesem Hintergrund ist digitales Mind Mapping als Instrument für die Planung literarischer Kommentare und für die Dokumentation von Lektüreaktivitäten zu verstehen. Danach wird das Experiment erläutert. Die Schülerinnen und Schüler der untersuchten Klassen verfassten mit Hilfe unterschiedlicher digitaler Mind Mapping-Werkzeuge je drei literarische Kommentare. Die grafische und linguistische Analyse von insgesamt 18 Arbeiten hat deutliche Diskrepanzen zwischen erhofften und tatsächlichen Wirkung des digitalen Mind Mappings ergeben. Abschliessend wird diskutiert, inwiefern das digitale Mind Mapping zur Verbesserung der Schreibprodukte beigetragen hat, und welche erwarteten oder unerwarteten Erkenntnisse diese Analyse gebracht hat.
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Verfilme Gutes und rede darüber!

Zum didaktischen Potenzial von Online-Kommunikation über Literaturverfilmungen


Abstract | von Ricarda Freudenberg
In dem Beitrag wird ein noch eher unbeachtetes Feld literarischer Kommunikation in den Blick gerückt: Threads in Online-Foren und Portalen. Untersucht wurden Diskussionen, die sich an geposteten Verfilmungen von Kafkas Erzählung «Gibs auf» entzünden. Zwei ausgewählte Aspekte fokussiert der Beitrag: einen medientheoretischen und einen textanalytischen. Zum einen also stellen die User Überlegungen zum Verhältnis von literarischer Textvorlage und filmischer Umsetzung an, um die Qualität der Verfilmung zu beurteilen. Dabei handeln sie auch ganz grundsätzlich aus, was eine Literaturverfilmung leisten kann und soll. Zum anderen lenkt die Kontroverse über den Film den Blick zurück auf den Text; dieser wird als Argumentationshilfe genutzt. Der Beitrag lotet auf der Basis dieser Beobachtungen das didaktische Potenzial der Threads für den Literaturunterricht aus.
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Diese Nummer wurde mit der grosszügigen Unterstützung des Bundesamts für Kultur produziert.



 


 



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