Wenn das Lesen noch immer stocktAbstract | von Daniel Nix, Carola Rieckmann und Isabel Trenk-HinterbergerIn insgesamt 31 Hauptschulklassen wurden über ein Schulhalbjahr hinweg zwei verschiedene Verfahren zur Förderung der Leseflüssigkeit implementiert und auf ihre Wirksamkeit bezüglich der Lesegeschwindigkeit, des Leseverstehens sowie der Lesemotivation und des lesebezogenen Selbstkonzepts untersucht. In 14 Klassen wurden die „Stillen Lesezeiten“ durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein Vielleseverfahren, das auf eine gezielte Erhöhung der absoluten Lesemenge setzt. Für dreimal zwanzig Minuten pro Woche dürfen die Schüler(innen) zu diesem Zweck aus einem Angebot Bücher ihrer Wahl lesen. Neun Klassen trainierten ebenfalls für dreimal zwanzig Minuten in der Woche mit den Lautlese-Tandems. Das Lautleseverfahren setzt auf ein engschrittiges Üben, insbesondere auf die Wiederholung und das Vorbild eines kompetenteren Lesevorbilds. Dabei liest immer ein etwas besserer Schüler (Tutor) gemeinsam mit einem etwas schwächeren Leser (Tutand) kurze Texte wiederholt synchron. Acht weitere Klassen dienten als Kontrollgruppe. Während in der Lautlese-Gruppe signifikante Verbesserungen für die Lesekompetenz nachgewiesen werden konnten, verbesserten sich die Schüler(innen) der Gruppe „Stille Lesezeiten“ nicht bedeutsam.
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