Ecrire sans crayon: à propos du rôle
de l'outil et du scripteur dans l'apprentissage de l'écriture.
Résumé | par Daniela MerklingerSi l'on donne à
des enfants d'âge préscolaire la possibilité de dicter des textes à un
scripteur adulte, on peut faire d'eux des auteurs. Cela leur permet
d'expérimenter la création en écriture, et ce sans devoir en maitriser
la composante manuelle. Cet article donne un éclairage sur la pratique
de la dictée à l'adulte et met l'accent sur ce dont il faut tenir compte dans une
telle situation afin de tirer profit du potentiel d'apprentissage
qu'elle comporte.
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Abstract | von Daniela MerklingerFünfjährige
Vorschulkinder können in der Regel noch nicht selbst schreiben. Aber
auch wenn sie den medialen Aspekt des Schreibens, das Handwerk also,
noch nicht beherrschen, haben viele von ihnen Vorstellungen von
Schriftlichkeit und vom Schreiben – jeweils abhängig von ihren
vorausgegangenen Literacy-Erfahrungen. Gibt man Kindern im letzten Jahr
vor der Schule die Möglichkeit, einem erwachsenen Skriptor eigene
Gedanken zu gehörten Geschichten zu diktieren, so können sie Autoren
sein und ihre Vorstellungen von Schriftlichkeit und Schreiben (und damit
ihr implizites Wissen) in der Diktiersituation erproben – und
gleichzeitig auch Neues erfahren, z.B.:
- Über die
Langsamkeit des Schreibens.
- Über die Vergegenständlichung der
Gedanken auf dem Papier.
- Über die damit einhergehende
Möglichkeit der Distanzierung.
- Über die Notwendigkeit, einen
Gedanken ohne die direkte Reaktion eines Gegenübers selbstständig zu
entfalten, wobei der Text alle Informationen enthalten sollte, die ein
fremder Leser zum Verständnis benötigt.
- Über die Bedeutung der
genauen Wortwahl in der Schriftlichkeit. Denn auf das, was man schreibt,
kann sich ein anderer im Nachhinein berufen.
- Über den
Formaspekt von Sprache und Schrift.
Möchte man Kindern, die
noch nicht selbst schreiben können, diese Lernräume eröffnen, dann gilt
es, einen Weg zu beschreiten, der sie – trotz medialer Mündlichkeit in
der Produktionsweise – eine ‚Haltung des Schreibens‘ einnehmen lässt.
Denn nur so ist für sie ein Zugang zu der konzeptionellen Dimension des
Schreibens überhaupt möglich. Voraussetzung dafür ist, dass eine
Situation der Distanzkommunikation entsteht. Was es dabei aus Sicht des
Skriptors zu beachten gilt und welche Rolle die Langsamkeit des Mediums
der Schriftzeichen in diesem Zusammenhang spielt, ist Gegenstand des
vorliegenden Beitrags.