Literalität und literale Kompetenz: Kultur, Handlung, Struktur

Abstract von Helmuth Feilke

Kinder, aber auch Erwachsene, die eine „literale Kompetenz“ aufbauen und erwerben, haben es mit ganz unterschiedlichen Erwerbsaufgaben zu tun. Sie lernen eine neue Kultur mit eigenständigen Interessen und Handlungsformen kennen; neben der eigenen Erfahrung werden Texte zu einer eigenständigen Wissens- und Erfahrungsquelle. Das Spektrum der eigenen Handlungsmöglichkeiten wird erweitert: persönlich Bedeutsames Festhalten, über Distanzen auch mit Fremden kommunizieren können und Themen schreibend vertiefen zu können, sind nur Beispiele dafür. Schließlich muss auch eine neue Sprache gelernt werden. Für viele ist die Schriftsprache immer noch die erste Fremdsprache, was mit neuen spezifisch literalen Spracherwartungen zusammenhängt, die in der mündlichen Spracherfahrung kaum eine Rolle gespielt haben. Der Beitrag stellt die Forschungsdiskussion zu diesen Fragen vor und plädiert für ein umfassendes Konzept literaler Kompetenz, dass über die Vereinfachungen in der aktuellen Bildungsdiskussion hinausreicht.

Ganzer Artikel als PDF



Leseforum unterstützen

Weitere Artikel

Literalität und Didaktik der Schriftkultur
von Jean-Louis Chiss

Lesen und Geschlecht 2.0
Fünf empirisch beobachtbare Achsen der Differenz erneut betrachtet

Von Maik Philipp

Kursangebot universitäres Schreiben: Von der Bedürfnisanalyse zur praktischen Umsetzung
von Christiane Blaser und
Pascale Erpelding-Dupuis

Ausserdem

Suchen Sie im Archiv nach früheren Publikationen im Bulletin Leseforum Schweiz oder auf leseforum.ch.
Archiv

Suchen Sie in Schweizer Projektdaten-banken nach Projekten zum Fokusthema.
Linkliste Projektdatenbanken

Informieren Sie sich über die Themen der nächsten Nummern von leseforum.ch.
Themen der nächsten Nummern

Abonnieren Sie den Newsletter von leseforum.ch.
Abonnierung des Newsletter