Das Kieler Modell: Sprachliche Frühförderung von Kindern mit Migrationshintergrund
Abstract von Ernst Apeltauer
In dem Beitrag wird über einen Modellversuch berichtet, in dessen Rahmen eine homogene Gruppe von 15 türkischen Kindern (deutsche Kinder waren in diesem Kindergarten nicht mehr angemeldet worden!) über 2 ½ Jahre sprachlich gefördert wurden. Ein Förderschwerpunkt lag dabei beim Anbahnen von Literalität – in beiden Sprachen. Parallel dazu wurden Fortbildungen für Erzieherinnen und Eltern durchgeführt. Nach Abschluss des Modellversuchs wurde ein Teil der Kinder auch noch im ersten Schuljahr in seiner sprachlichen Entwicklung beobachtet. Von den 11 Familien, zu denen am Ende der Grundschulzeit noch Kontakte bestanden, erfuhren wir, dass ein Kind eine Hauptschulempfehlung erhalten hatte, sechs Kinder eine Realschulempfehlung und vier eine Empfehlung für ein Gymnasium. Offenbar waren die Fortbildungs- und Fördermaßnahmen nachhaltig (vgl. dazu auch Apeltauer/Senyildiz 2011).
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